fasl
, Antikörper
, Apoptose,
Fas
Ligand , Zelltod
, Maus
anti human
Apoptose-Forschung: Es sind neue monoklonale Antikörper
aus Maus anti Human Fas Ligand (FasL, CD95L) erhältlich.
Der programmierte Zelltod wird u.a. bei Bindung von FasL an den
Rezeptor Fas induziert.
Apoptose, auch programmierter Zelltod genannt, spielt bei der
Homöostase und Entwicklung aller Gewebe innerhalb eines Organismus
eine wichtige Rolle. Im Gegensatz zur Nekrose ist sie ein genau
regulierter physiologischer Prozeß. Störungen der Balance
zwischen der Zellproliferation und dem programmierten Zelltod
einer Zelle können zu ernsthaften Erkrankungen, z.B. Krebs,
führen.
Der Fas Ligand (FasL, CD 95L) ist ein Typ-II-Membranprotein,
dessen N-Terminus im Cytoplasma und C-Terminus im extrazellulären
Raum liegt. Der Rezeptor Fas ist ein Zelloberflächen-Typ-I-Membranprotein
und Mitglied der Tumornekrosefaktor- und Nervenwachstumsfaktor-Familie.
FasL induziert als Mitglied der TNF-Zytokin-Familie die Apoptose,
wenn es an den Oberflächenrezeptor Fas bindet. FasL kann
als membrangebundene (45 KD) oder lösliche Form (26 KD) vorkommen.
Die lösliche Form (sFasL) entsteht nach Abspaltung durch
eine Metalloproteinase. Die Bindung von sFasL führt zur Oligomerisierung
des Rezeptors und vermittelt über weitere Interaktionen apoptotische
Signale, die den Zelltod herbeiführen.
Der Fas Ligand wird bevorzugt auf aktivierten T?Zellen und Natürlichen
Killerzellen (NK) exprimiert wird tritt aber auch verstärkt
in Geweben mit "Immunprivileg" auf, z.B. Hoden oder
Auge, um dort veränderte Zellen schnell eliminieren zu können.
Veränderte Expressionsraten von FasL sind bei einer Reihe
von Krebserkrankungen bekannt. FasL spielt aber auch bei der Pathogenese
von Autoimmunerkrankungen eine große Rolle. Veränderte
FasL-Level sind darüber hinaus bei vielen anderen Erkrankungen
z.B. Leberdysfunktionen, Nierenleiden, bei hämatologischen
Abnormitäten und HIV-Infektionen beschrieben.
Bei den von dianova neu entwickelten Antikörpern anti Human
FasL handelt es sich um zwei verschiedene Klone, wobei der Klon
2 die lösliche Form und der Klon 94 die membrangebundene
Form des humanen Fas Liganden erkennt. Die Antikörper sind
hochspezifisch und sehr sensitiv. Die Reaktionen der Antikörper
mit den Antigenen lassen sich durch Inkubation mit FasL Peptid
inhibieren.
Beide Antikörper eignen sich für ein breites Anwendungsspektrum:
Für die Immunhistochemie können sie an Gefrier- und
Paraffinschnitten eingesetzt werden, zudem sind die Antikörper
für Western Blots, die Immunfluoreszenz und Immunpräzipitation
anwendbar.
Weitere Stichwörter: Apoptosenachweis, Zelltodnachweis, antivirale
Immunantwort, Nekrose, Kompetition, TRAIL, death domain, Effektorzelle,
Caspase, TRADD, TNF-alpha, zentrale Mediatoren, FADD, Oligomerisierung,
Apoptosefähigkeit, Apoptoseresistenzmechanismen, Signalübertragung